Hockamp, Karin: Mathilde Franziska Anneke (1817 - 1884)


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Hockamp, Karin: Mathilde Franziska Anneke (1817 - 1884)

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Mathilde Franziska Anneke, in Sprockhövel/Westf geboren und in Hattingen/Westf. aufgewachsen, lebte in Wesel und Münster und lange in Milwaukee, Wisconsin. Sie gehört zu den herausragenden Persönlichkeiten der deutschen und amerikanischen Demokratie- und Frauenbewegung. Lange Zeit stand diese fortschrittliche Journalistin, Schriftstellerin und Pädagogin im Schatten ihrer männlichen Mitstreiter. Das Bemerkenswerte ihrer Biographie ergibt sich einerseits aus der emotionalen Verwurzelung im 19. Jahrhundert und aus der sozialen Zugehörigkeit zum Bildungsbürgertum des vergangenen Jahrhunderts und andererseits aus dem starken Engagement, zuweilen auch Kampf, für soziale und rechtliche Gleichheit, für Trennung von Kirche und Schule, für die Teilhabe von Frauen am politischen Geschehen, für das Frauenstimmrecht bis hin zum Eintreten für die Abschaffung der Sklaverei in den USA. Bewegt und bewegend war ihr Leben, das die gängigen Rollenklischees ignorierte,ausgleichend und kämpferisch, aufrührerisch und überzeugend: in diesem Sinne kann man ihr Leben auch als modern bezeichnen. Sie war Ehefrau und Mutter, zeitweise alleinerziehend und zeitweise alleinverdienend, geschieden und wiederverheiratet, Existenzgründerin und Emigrantin. Es gäbe viele Etiketten für diese Frau, die die Aspekte ihres ungewöhnlichen Lebens beschreiben. Sie war: - Tochter aus gutem Hause, - hungernde Poetin, - revolutionäre Journalistin und Schriftstellerin, - politisch verfolgte Asylantin, - eine Ehefrau, die einem unsteten Mann folgte und an ihm litt, - eine Mutter, die sieben Kinder gebahr und fünf von ihnen begraben mußte, - Pädagogin aus Naturtalent, - frühe Feministin und Sozialistin, Pionierin der deutschen und amerikanischen Frauenbewegung. In Zeiten, in denen Menschenwürde, soziale Gerechtigkeit und gleiche Chancen auf Bildung und Wohlstand auch in unserer Gesellschaft in erschreckendem Maße zur Disposition stehen, Werte und Maßstäbe einem dramatischen Wandel unterliegen, kann nicht genügend auf den radikalen Humanismus der Mathilde Franziska Anneke und auf ihr lebenslanges Streben nach einer besseren Welt hingewiesen werden. Sie hat, allen Schwierigkeiten und Schicksalsschlägen zum Trotz, ihre Ideale nicht nur propagiert, sondern auch selbst gelebt. Sie war romantische Schriftstellerin in Westfalen (1817–1847), Frauenrechtlerin und revolutionäre Sozialistin in Köln (1847–1849), Ordonnanzoffizierin in den Reichsverfassungskämpfen in der Pfalz und in Baden 1849, Frauenrechtlerin, Schulleiterin und Aktivistin gegen die Sklaverei (USA, 1849–1884) . 1988 ehrte die Deutsche Bundespost Mathilde Franziska Anneke mit einer Briefmarke in der Serie Frauen der deutschen Geschichte.

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