Mühl, Karl Otto: Totenwache


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Mühl, Karl Otto: Totenwache

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"Und dann bin ich bei meinem Dauerthema, dem Sterben. Ich schriebe zu viel darüber, hat jemand gesagt, aber ich kenne seinen Maßstab nicht. Bei mir ist das so, dass ich mich an den Gedanken gewöhnen möchte, aber ich weiß nicht, ob das möglich ist. Ich mache mir klar, dass ich einfach an eine Grenze kommen werde, wo mein Bewusstsein schwindet, jedoch, den Augenblick des Grenzübergangs erlebe ich wahrscheinlich nicht, ebenso wenig, wie ich die Sekunde des Einschlafens erlebe. Ich fantasiere weiter, stelle mir vor, dass dies ein Augenblick des Absprungs ins Unendliche sein wird. Mehr liefert mir meine Fantasie nicht." S. 6.

leseprobenLeseprobe: Totenwache

Karl Otto Mühl, der nach einem langen Leben zurückblickt auf Schicksale, fremde und eigene, blickt auf die Freunde, die ihn bereits verlassen haben. Sie sind ihm liebend gegenwärtig, und die Erinnerung an sie wird zur aktuellen Begegnung  mit der Rätselhaftigkeit des Lebens und Sterbens. Er hat sie sich nicht nach öffentlicher Bedeutung ausgesucht, diese Freunde, sondern nach der Intensität, mit der sie Teile seines Lebens geworden sind. Und dennoch ist jeder von ihnen ein Solitär, manchmal sogar im öffentlichen Wirken, aber für uns, die Leser, werden sie zu Marksteinen, die uns eindringlich anblicken.Sie erinnern uns daran, dass wir zusammengehören in einer Welt, die uns alle voneinander zu trennen scheint.

Pressestimme: "Karl Otto Mühl ist kaum je besser gewesen als mit 18 der immer kurzen Texte dieses kleinen Bandes (Stefan Seitz WR 8.4.15)

Karl Otto Mühl:  Geb. 16.2.1923 in Nürnberg; Realschule in Wuppertal, Lehre als Industriekaufmann, Kriegsgefangenschaft in Ägypten, Südafrika, USA und England Abitur. 1948–86 Werbe-, Verkaufs- und Exportleiter in verschiedenen Firmen, seit 1987 freier Schriftsteller; verheiratet, drei Töchter. Mitglied im VS. – 1975 Von-der-Heydt-Preis, 2006 Literatur-preis der Springmann Stiftung., Rheinlandtaler 2015.

Publikationen: Stücke: Rheinpromenade, UA 1973 (auch Roman, Hör-spiel und Fernsehfilm); Rosenmontag, UA 1975 (auch Roman, Hörspiel, Fernsehfilm); Kur in Bad Wiessee, UA 1976 (auch Hörspiel); Wanderlust, UA 1977 (auch Hörspiel); Hoffmanns Geschenke, UA 1978 (auch Hörspiel); Die Reise der alten Männer, UA 1980 (auch Buch, Hörspiel); Kellermanns Prozeß, UA 1982 (auch Hörspiel, Fernsehfilm); Am Abend kommt Crispin, UA 1988; Die Weber (Bearb.nach G. Hauptmann), UA 1989; Verbindlichen Dank, UA 1994; Fremder Gast, UA 1994; Ein Neger zum Tee, UA 1995 (auch Buch); Das Privileg, UA 2001; Ein Vikar aus Elberfeld, UA 2002. – Romane: Siebenschläfer, Trumpeners Irrtum (auch Fernsehfilm), Fernlicht, Nackte Hunde, Hungrige Könige, Sandsturm, Die alten Soldaten, Stehcafé Die Erfindung des Augenblicks,, 2012. – Gedichte: Inmitten der Rätsel, Lass uns nie erwachen. Aphorismen: Geklopfte Sprüche; Zugelaufene Sprüche; – Jugendbücher, Erzählungen, Essays und Gedichte in Anthologien. Fernsehfilme: Kur in Travemünde, Wanderlust, Hoffmanns Geschenke, Kellermanns Prozess,Rheinpromenade, Rosenmontag, Trumpeners Irrtum.

ebookauch als ebook erschienen € 4,99

"Langjährige Literatur-Leser werden einige der Erzählungen aus Karl Otto Mühls jüngstem und zugleich vielleicht bewegendstem Buch kennen. Es sind Abschiede, klug und behutsam in leise Worte gefaßt, unbestechlich nüchtern im Urteil oft, zugleich aber auch zart. Karl Otto Mühl benötigt keine plakativen
Formulierungen, keine schreienden Überschriften.Mit der Gabe eines phänomenalen Gedächtnisses beschenkt, das sich Schulter an Schulter mit der Weisheit eines langen, erfahrungsreichen Lebens in seiner
brillanten realistischen Prosa niederschlägt, nimmt der Autor seine Leser Erzählung um Erzählung mit auf eine Reise, die keineWiederkehr kennt....Daß jeder der 21 Geschichten vom Sterben ein tatsächliches Schicksal zu Grunde liegt, eine wahre, oft schmerzliche und traurige persönliche Erfahrung, macht die Sammlung... besonders wertvoll. Mühl gibt den Toten einen letzten Auftritt, zeigt, daß sie weder umsonst gelebt noch vergessen gestorben sind....Er (Mühl) ebnet Gedanken einen Weg, nimmt sogar ein wenig die Furcht, versöhnt mit dem Undenkbaren, Unausweichlichen, schenkt letztenendes die Hoffnung auf ein Erinnern der Nachwelt, dessen Ausbleiben wir vielleicht noch mehr fürchten als den Tod selbst - und sei es auch nur eines einzigen Freundes. Er zeichnet damit sein philanthropisches Menschenbild. Und er
macht Mut..."

Aus Buchbesprechung in "Beste Zeit" 34,1 S. 22

 

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