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Kundenbewertungen zu Märkert, Peter: Unter die Räder gekommen

Märkert, Peter: Unter die Räder gekommen
Artikel-Nr.: 1045
12,90 €
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Kriminalroman, Bochum 2015, ISBN 978-3-8196-1016-5, kart. 19 x 12cm  272 S. Auch als ebook erschienen. Wir liefern portofrei

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Anzahl der Bewertungen: 4
Durchschnittliche Bewertung: 5
Absolut mein Favorit in der letzter Zeit.
von Anonymus am 24.11.2016
"Wir leben in einem System, in dem man entweder Rad sein muss oder unter die Räder gerät."(Friedrich Nietzsche)
Das ist der erste Satz der im Buch steht, und irgendwie ist sehr viel Wahres dran.

Dieses Buch zeigt wie schnell Jugendliche durch einen schlechten Einfluss von Freunden oder den Familiären Problemen auf die schiefe Bahn kommen.

Es ist nicht nur einfach ein Krimi den man liest und dann zur Seite legt, nein es ist ein Buch zum Nachdenken.
Eine Geschichte die morgen schon in der Zeitung stehen könnte.

Das schöne an einem Krimi ist man überlegt immer mit, wer könnte der Täter sein. Spielt selber in seinen Gedanken Polizei, und das habe ich gemacht, leider hätte ich den falschen Täter hinter Gitter gebracht, aber es zeigt dass ich mit meinen Gedanken mitten in der Geschichte war.

Ein sehr gelungenes Buch, ein Top Krimi den ich jeder Zeit wieder lesen würde.8aus Amazon Bewertung
fesselnd
von Anonymus am 30.11.2015
Der Kriminalroman um die Folgen eines Missbrauchs hat mich von der ersten bis zur letzten Seite berührt und bis jetzt nicht losgelassen. Man taucht in die Welt von Opfern und Tätern, erlebt überraschende Momente, die erst am Ende des Romans einen Sinn ergeben. Die wechselnde Perspektive in den Kapiteln vermittelt Realität und Lebendigkeit. Nebenbei erfährt man viel über die Justiz, besonders über die Bewährungshilfe. Ich hoffe auf eine Fortsetzung des Romans, bin gespannt, wie die "Zusammenarbeit" zwischen dem Hauptkommissar und der Bewährungshelferin weitergeht. (aus Amazon übernommen)
Aufrüttelnder Krimi
von Anonymus am 22.11.2015
Durch seinen 4. Bochumkrimi sprechen die Erfahrungen eines Bewährungshelfers, der formulieren möchte, wie vielschichtig die Schuldumstände von Staftätern sein können. Es sind Ergebnisse seiner genauen, sensiblen Beobachtungen, nicht herzuleiten aus den Inhalten psychologischer Lehrwerke.
Mit seinen Büchern äußert er sich als Insider der Justiz und lässt Einblick und viel Hintergrundwissen aus seiner beruflichen Erfahrung in seine Bücher einfließen.
Er möchte uns wachrütteln und teilhaben lassen an den Gefahren des Abrutschens. Dabei zeigt er eine vielschichtige Gesellschaft und versteht es, seine Leser einfach zu fesseln.
Beeindruckend
von Anonymus am 15.11.2015
Der neue Kriminalroman von Peter Märkert „Unter die Räder gekommen“, der gerade im Bochumer Verlag Brockmeyer erschienen ist, hat mich beeindruckt und überzeugt.

Sein Autor, Jahrgang 1955, der als Bewährungshelfer in Bochum arbeitet, hat auch dank seiner tiefen Einblicke ins Straftätermilieu und ins Justizwesen einen kenntnisreichen und spannenden Roman geschrieben, bei dem, meiner Meinung nach, beim Lesen oft die eigentlichen Straftaten zugunsten der menschlichen Schicksale, sowohl die der Täter, als auch die der Verdächtigen und Opfer in den Hintergrund zu treten scheinen.

Denn, was man als Leser, stringent und komplex erzählt, über die Charaktere der Protagonisten, von ihren Verletzungen und Verunsicherungen, von ihren Prägungen, Einsichten, Hoffnungen und Gedanken erfährt, fasziniert und nimmt gefangen und vertieft und beeinflusst den Verlauf und die Sicht auf das Buch.

Von nichts kommt nichts, nimmt man als tiefe und prägende Erkenntnis mit und entfaltet Verständnis sowohl für die Umstände, durch die jemand als Opfer zum Täter werden kann bzw. als Täter zum Opfer.

Diese Einstellung des Autors, beide Seiten der Medaille erkennen und verstehen zu wollen und den Bösen nicht nur böse sein zu lassen und den Guten nicht nur gut, sondern auch nach dem Warum und Wieso zu fragen, gibt dem Roman eine Dimension, die weit über eine bloße Kriminalgeschichte hinaus weist und ihn ebenso fesselnd wie spektakulär macht.

Drei Jugendliche, die zum wiederholten Mal wegen räuberischer Erpressung vor Gericht stehen, bilden den Einstieg des Romans, der zunächst in der Ermordung eines von ihnen, Kristof Driesen, der in der Bochumer Altstadt erschossen wird, gipfelt.

Gibt es Zusammenhänge mit seinen Überfällen und Übergriffen? Oder den Zuständen und dem Streit in seiner Familie. Die Polizei bzw. deren Kommissare des KK 11, u. a. Hauptkommissar Christian Kramer, vertrauen nicht nur ihrer Intuition, sondern erhoffen sich Unterstützung von Marie Marler, einer jungen, engagierten Bewährungshelferin, die Kristofs Freunde, Fabian Meisner und Timo Mitter betreut. Diese erfährt, was sie als studierte Sozialpädagogin längst vermutete und spürte, von einem zurückliegenden Missbrauch.

Sensibel und behutsam hat Peter Märkert dieses schlimme und heikle Thema zum Ausgangspunkt seines Kriminalromans „Unter die Räder gekommen“ gemacht. Er erzählt von Schuld und sich schuldig machen durch Verdrängung, Raffgier und Ignoranz.

Er erzählt von Polizeiarbeit und sozialen Konflikten und Herausforderungen im Bereich der Bewährungshilfe.

Er erzählt die Lebensgeschichten ganz unterschiedlicher Menschen einfühlsam, mitfühlend und berufen, von Abhängigkeiten, Lug und Betrug und wie das Eine manchmal unabänderlich ins Andere greift.

Es ist tröstlich und schön, dass sich trotz aller Verwerfungen im Verlauf des Romans auch eine Liebesgeschichte entspinnt, die hoffen lässt und zwar, wie sollte es anders sein, zwischen der Bewährungshelferin und dem Hauptkommissar, in meinen Augen ein versöhnlicher Aspekt dieser von traurigen Wahrheiten reichen Geschichte, die man nach der Lektüre, vermutlich gerade deswegen nicht einfach aus der Hand zu legen mag, um zum Alltag überzugehen. Denn dieser Roman spiegelt auch das Bild unserer heutigen Gesellschaft, ist also nicht nur Krimi, sondern auch ein entlarvendes Zeitdokument von besonderer Güte. Nicht alleine die Täter, auch wir Leser, fürchte ich, haben eine gewisse Mitschuld einzugestehen und sollten das Buch deshalb allen Interessierten zur Lektüre verbindlich weiterempfehlen. (Michael Starcke in die Lyrikwelt 2015)