Wulf, Heike: Am Abgrund ist die Aussicht schöner (EPUB)


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Wulf, Heike: Am Abgrund ist die Aussicht schöner (EPUB)

Artikel-Nr.: 761
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Am Abgrund ist die Aussicht schöner Kurzgeschichten am Rande des Abgrund und darüber hinaus - erzählt in atemlos, knapper Diktion - sind das Thema der Erzählungen von Heike Wulf. Einfühlsam, mit großer Kunstfertigkeit und sensibler Beobachtungsgabe zeichnet sie Menschen in Grenzsituationen, manchmal mit Humor und einem Augenzwinkern, häufig aber auch mit tödlicher Konsequenz. Die Autorin beschäftigt sich mit dem, was im Verborgenen liegt? Was sie umtreibt ist die Frage, was geht in den Opfern, was in den Tätern vor. Dabei spricht sie deutlich und mit krassen Worten aus, was für viele tabu ist. Jeder Blick über den Abgrund eröffnet neue Wege. Noch weit entfernt vielleicht, aber sie sind da. Wage ich einen großen Schritt? Finde ich einen neuen Weg? Bleibe ich stehen? Oder stürze ich in die Tiefe? Aus dem VORWORT von ACHIM ALBRECHT: Flüchtige Begegnungen, ein harmloser Start in den Winterurlaub, begehrliche Blicke. Alltagssituationen, dem Leben entlehnt und dennoch so viel anders. Heike Wulf schafft Sprachminiaturen mit scharfer Konturierung. Sie hinterfragt und leuchtet die Abgründe der menschlichen Seele aus. Sie tut es chirurgisch präzise und mit einer atemberaubenden Dramaturgie. Fast beiläufig rührt sie an Tabus, lakonisch und punktgenau. Mit Heike Wulfs Erzählband begibt man sich in das Reich des Außergewöhnlichen, denn eines muss man wissen: Heike Wulf mordet einfach schrecklich gerne – und sie tut es meisterlich HEIKE WULF * 1967 brennt für die Literatur. Lesen und Schreiben ist für sie kein Hobby, sondern Leidenschaft. Sie moderiert Lesebühnen, hat etliche Veröffentlichungen, ist Herausgeberin einer Ruhrpott-Anthologie, arbeitet als Redakteurin und ist Dozentin von Vortrags- und Schreibwerkstätten. Außerdem entwickelt sie Konzepte für Lesungen und Literaturveranstaltungen. LESERREZENSION von MICHAEL STARKE: Lyrisch gesprochen und harmlos schreibt Heike Wulf von Liebe und Tod. Nach der Lektüre ihrer Kurzgeschichten weiß man, dass sie es in sich haben, dass sie eigentlich Geschichten von der dunkelsten Seite des Lebens sind, unaufdringliche, aufdringliche Psychogramme verwundeter Seelen, realistisch und trotz gelegentlichem humorigen Augenzwinkerns, bitter ernst, jede mit ganz eigener spannend-schauriger Dramaturgie. Alles, was zunächst auf eine ganz alltägliche Situation hinaus zu laufen scheint, steigert sich ins Extrem, aus dem nur Mord einen Ausweg zeigt. Jeder, der diese Geschichten liest, wird hinterher nicht mehr derselbe sein und nicht mehr sagen können, dass er Mord aus Konsequenz und Notwendigkeit nicht verstehen und zumindest in seinem Inneren nicht befürworten möchte. Diese Geschichten erzählen bissig direkt und über die Schmerzgrenze hinaus Schicksale, die man eigentlich nicht kennen lernen möchte und die für jede Gesellschaft immer noch tabu sind, von Kinderschändung, Gewalt in der Ehe, von Prostitution und berechnender seelischer Grausamkeit und Untreue. Der Eindruck trügt wohl nicht, dass Heike Wulf nicht nur ihre Fantasie bemüht, sondern aus eigenem Erfahren tiefe Einblicke in die Materie hat. Sie schreibt mitfühlend und entsetzt, angerührt und punktgenau von Opfern, die aus unerträglicher Not zu Tätern werden, von Tätern, die zu Opfern werden, weil sie unfähig sind, wahrhaftig und ehrlich zu sein. Dabei entgeht einem das Engagement nicht, mit dem die Autorin sich für ihre geschilderten Figuren einsetzt und nach Wegen sucht, ihnen in der einen wie der anderen Richtung zu helfen, aus Anteilnahme und nicht aus Besserwisserei. Dabei hilft ihr ihre Sprache, die Präsenz von drohender Ausweglosigkeit und drohendem Wahnsinn auszudrücken. Sie formuliert kurz, mit Tempo, mit einer Offenheit, die nicht schmeichelt, sondern wehtut, die nicht verschönert, sondern den Finger schmerzhaft in die Wunden bohrt. Der Grund ist, wie es schon im Titel andeutet wird, neue Wege zu sichten und zu finden, konsequente Wege, die auch mit der Auslöschung des eigenen Lebens enden können, dann aber eine Erlösung sind. (Michael Starcke)

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