Ruhrarbeiter im Widerstand, Film von Johannes Volker Wagner


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Ruhrarbeiter im Widerstand, Film von Johannes Volker Wagner

Artikel-Nr.: 814
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RUHRARBEITER IM WIDERSTAND– Gesprächsprotokolle mit Zeitzeugen: Verfolgung politischer Gegner: Kommunisten, Sozialdemokraten, Gewerkschafter, andere Sozialistische Gruppierungen. Konzentrationslager. Untergrundarbeit und Widerstandsaktionen, Aktivitäten Einzelner und kleiner Gruppen: Maueranschläge, Flugblattaktionen, Arbeitsverweigerung, Sabotageakte. Fluchtpunkt Ausland. Zerschlagung vieler Widerstandszellen durch die Gestapo. Selbstverständnis der Widerstandskämpfer: Verteidigung moralischer Werte und humaner Traditionen gegen Unrecht und Terror. ZEITZEUGEN: Menschen von der Straße! Die Überlegung war, dass Antworten nicht nur aus den üblichen filmischen Quellen kommen konnten, sondern dass auch Menschen befragt werden mussten – Menschen, die Zeugnis ablegen konnten, Menschen, die den Nationalsozialismus durchlebt und ihn immer noch als Erinnerung – oft als traumatische Erinnerung – in sich trugen. Aber: Die befragten Zeitzeugen sollten keine bedeutenden Entscheidungsträger gewesen sein, sondern Menschen von der Straße, unsere Nachbarn, unsere Freunde, unsere Mütter und Väter: Mitläufer und Sympathisanten, aktive Parteigenossen, Verfolgte und Gegner .des Regimes. Die Männer und Frauen aus Bochum – dazu einige aus Essen, Dortmund, Herne, Recklinghausen, Hattingen, Witten – stammten aus allen Schichten der Bevölkerung und übten die unterschiedlichsten Berufe aus. Worüber berichteten die Menschen? Sie sprachen von ihrem alltäglichen Leben, von ihren Wünschen, Hoffnungen und Enttäuschungen, von Entbehrungen und Leiden, von Begeisterung, von willigem und aktiven Mitmachen, von opportunistischer Anpassung, von Schweigen und Schuld, von Verweigerung und Widerstand. Ihre Aussagen spiegeln so die ganze Breite menschlicher Einsichten und Erfahrungen, sie zeigen auch die ganze Vielfalt menschlicher Entscheidungen und Handlungen im NS-Staat. So sind wichtige Filmprotokolle entstanden, die während des Sprechens auch den Prozess des Erinnerns sichtbar machen, denn die Erinnerung setzt sich ja nicht nur in der Sprache fest, sondern im ganzen Körper: Ein Verstummen, ein Zögern, ein Gefühlsausbruch gehört wesentlich zur Authentizität der Person und zur Authentizität der Aussage mit hinzu. Bei diesen Filmen ist es auf eine Vielzahl von Stimmen angekommen. Deshalb sollte nicht die Lebenserfahrung einer einzelnen Person im Mittelpunkt stehen, sondern die der vielen „Normal-Menschen“: Sie sind die Hauptpersonen, ihre oft sehr unterschiedlichen Aussagen geben den Filmen die entscheidende Struktur. Selbstverständlich musste auch die Subjektivität und die Parteilichkeit dieser Erinnerungsprotokolle berücksichtigt und die Gesprächspartner deshalb so gegeneinander „montiert“ werden, dass ihre Aussagen nicht nur das filmische Geschehen und den Erzählduktus vorantrieben, sondern dass sie sich – scheinbar – auch Stichwörter lieferten, die jeweils von den anderen aufgegriffen, ergänzt, in Frage gestellt oder widerlegt werden konnten. Ferner schien es sinnvoll, die Aussagen der Zeitzeugen und die allgemeinen geschichtlichen Tatbestände durch einen „Fach-Kommentar“ zu erläutern und zu hinterfragen: JOHANNES VOLKER WAGNER; Autor des Buchs und der Filme, ist ausgewiesener Nationalsozialismus Forscher. Er hat sich seit vielen Jahren wissenschaftlich und medial, aber auch beruflich - als Referent beim Bundesarchiv und langjähriger Direktor des Stadtarchivs Bochum - mit Fragen zur NS-Zeit beschäftigt.

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