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Auch in seinem fünften Aphorismusband
beschäftigt sich der Autor weiterhin mit
gesellschaftlichen, politischen, sozialen,
kulturellen Defiziten und menschlichen Eigenschaften, die in „Witz, Satire, Ironie und
tiefere Bedeutung“ auf den Punkt gebracht
werden: „Schreiben auf der Seite der Getretenen.“ INHALT:
Unvorstellbares auf den Punkt bringen;
Jedes Wort ist ein Beginnen;
Die Allmacht der Quote triumphiert;
Keine Störung, es bleibt alles beim Alten;
Je korrupter desto mächtiger;
Das Geld baut sich seine Dome;
Wer viel besitzt, kann auch viel verlieren;
Im Namen Gottes wird viel Schindluder getrieben;
Prinzipien sind wie Einbahnstraßen;
Wer keinen Verstand hat, kann ihn auch nicht verlieren.
BIOGRAPHISCHES: Hugo Ernst Käufer:
Geboren 1927 in Annen, Direktor der Stadtbibliothek Gelsenkirchen, Gründer der Literarischen Werkstatt
Gelsenkirchen, 1974 Wahl in den Internationalen PEN-Club, 1998
Mitbegründer und Vorsitzender der Liselotte und Walter Rauner-
Stiftung, Ehrenvorsitzender der Europäischen Autorenvereinigung
DIE KOGGE. Auszeichnungen u. a. Literaturpreis Ruhr, 2002.
Artur Cremer-acre:
Geboren 1932 in Bochum,
Studium an der Folkwangschule Essen, ab 1959 freier Grafiker und
Maler, 1970 - 1992 Tätigkeit als Maler und Grafiker am Deutschen
Bergbau-Museum Bochum, 1984 - 1986 Vorsitzender des Bochumer
Künstlerbundes, Einzel- und Gruppenausstellungen in Museen und
Galerien des In- und Auslandes.
SCHNUPPERTEXTE: Mein Aphorismus ist mein Lotblei im Rücken
des alltäglichen Geschehens;
Aphorismus:
Ein Gedanke, der halten muss;
Nach Lichtenberg haben es Witz und Ironie nicht immer
leicht, frischen Wind unter die Flügel zu bekommen;
Aphorismus:
Überraschendes begreifbar machen;
Chefaphoristiker:
Er hat immer das letzte Wort;
Wenn man den Aphoristikern Glauben schenkt,
geht es bald dem letzten Geheimnis an den Kragen;
Aphorismus:
Gedankenergebnis unterm Strich;
Auf seine Gedanken ließ er nichts kommen,
deshalb behielt er sie lieber für sich;
Im Kopf des Aphoristikers brütet ein Gedanke,
der auf schnellen Flügeln fliegen will – wer weiß wohin;
Anlaß, einen Aphorismus zu schreiben:
Das Zwerchfell juckt;
Aphorismen:
Wortspiele, die auf den Strich gehen;
Aphorismen:
Stolperstellen für die Trägheit in uns.
PRESSE: (WAZ 30.4.2011 Tom Thelen) Obwohl Fontane einmal meinte,
ein guter Aphorismus sei
die Weisheit eines ganzen
Buches in einem einzigen
Satz, ist diese irgendwo zwischen
Literatur und Philosophie
beheimatete kleine Form
heute nicht mehr sehr populär....Doch es gibt sie noch, die
Feinschleifer des Formulierungsfuror,
die sich daran
abarbeiten, aus wenigen Worten
"Witz, Satire, Ironie und
tiefere Bedeutung" zu schmieden.
Hugo Ernst Käufer hat
nun seinen schon fünften
Band mit Aphorismen veröffentlicht,,,
Kriecher stolpern
nicht", heißt er; und Artur Cremer
- acre hat wieder einmal
grandiose Illustrationen - Porträts
und Zeichnungen- beigesteuert.
Diese zeigen Menschenbilder,
Physiognomien
der Zerrissenheit, irritierend
in ihrer kräftigen Plastizität. ,,Vielen Aphoristikern geht
es wie den blinden Hühnern,
die finden hin und wieder
auch ein Korn", schreibt Käufer
selbstironisch...
Doch schnell wird bei
der Lektüre klar, dass Käufers
Sammlung voller Körner ist,
egal, welchem Themenkreis
sich die funkelnden Sätze widmen.
So kommentiert Käufer
so hellsichtig wie abgründig
das populärste Unterhaltungsmedium:
,,Das Fernsehen
sorgt dafür, dass jeder gedanklich
seinen Mord begeht".
Oder er macht sich über
deren Formate lustig: ,,Comedy:
Die Bildungs- und Lachanstalt
für die Kleinkarierten"
und ..Talkshowss ind die Henker
der Gespräche" Genauso
pointiert und treffend sind seine
Einlassungen zu Wirtschaftskrise,
Politik, Kirche
und Kultur, die zuweilen hart
und engagiert formuliert sind,
dabei aber immer auf Seiten
der Schwachen stehen.
,,schreiben auf der Seite der
Getretenen".
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